Ein kleiner Regen dämpft ein großes Gewitter
Dem seit Juni 2008 bestehenden Institut für wahre Kunst gehören Lysann Németh, Nina Schmidt, Elke Jänicke und Saskia Göldner an, drei freischaffende Künstlerinnen und eine Autodidaktin, die in Dresden, Weimar, Chemnitz und Moskau leben. Ihre Projekte – in denen sie nach eigenen Aussagen gerne „mit Puderzucker und Beton-mischern experimentieren, Blut spenden und die Wirklichkeit zersägen“ – entstehen durch ein symbiotisches Gefüge aus Lebens- und Arbeitsraum. Erklärtes Ziel der aus Installation, Performance, Malerei und Fotografie bestehenden Gesamtkunstwerke liegt in der Entmystifizierung des Kunstbegriffes und dem gleichzeitigen Abbau der Kunstberührungsängste beim Publikum.
Auf die erste gemeinsame Ausstellung Am Allerwertesten in Dresden folgte 2009 ihre Teilnahme an der Chemnitzer Sommerakademie Artist in Residence unter dem Titel Übergangslösungen. 2010 fanden und finden weitere Werkpräsentationen der Künstlerinnengruppe in Leipzig, Chemnitz und Hamburg statt.
Für das Dockville Festival planen die vier Künstlerinnen eine interaktive und begehbare Wasserinstallation. Aus 37 seriellen Duschköpfen wird eine skulptural wirkende Landschaft entstehen. Unregelmäßig austretendes Wasser schafft in Verbindung mit natürlicher und künstlicher Illuminierung, mit wandelndem Lichteinfall und variierender Lichtintensität fortwährend neue visuelle Effekte, die es für den Besucher zu entdecken gilt. Dem Festivalgedanken wird durch den nachhaltigen Wasserkreislauf entsprochen, indem für die Installation Wasser aus der nahen Elbe abgeleitet, gefiltert, genutzt und wieder zugeführt wird.
"Das Projekt wurde durch die freundlichen Unterstützung der Hamburger Feuerwehr möglich gemacht."